1. DeLorean Fahrzeugbewertung - Concours 98

Aus Anlass des DeLorean Clubtreffens in Speyer hatten einige Clubmitglieder im Vorfeld die Idee, eine Bewertung der Autos durchzuführen. Die Wettbewerbsunterlagen der DOA (DeLorean Owners Association) aus den USA sind per Internet abrufbar, diese Liste haben wir übersetzt und auf "deutsche" Verhältnisse umgearbeitet. Die Originalliste ist sehr umfangreich und aufwendig zu prüfen, viel Wert wird auf absolute Originalität gelegt, so werden z.B. die höchsten Punktzahlen für Originalreifen, die mittlerweile 17Jahre alt sind, oder ein originales Fan-Fail-Modul (das wohl bei jedem den Geist aufgegeben hat) vergeben. Es soll sogar Besitzer geben, die vor einem Concour Ihren DeLorean auf Originalteile umbauen, und nach der Bewertung die verbesserten, alltagstauglichen Zubehörteile wieder zurückrüsten.

Dies erschien uns jedoch etwas zu viel Aufwand, so das die ursprünglichen sieben kleingedruckten Seiten auf vier Seiten gekürzt wurden. Nachdem Stefan Kämpf aus Hamburg, Helga Lohr aus Essen und meine Wenigkeit als Wertungsrichter "erwählt" wurden, begann die Durchsicht der Fahrzeuge. Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, das wir mit der vier Seiten lange Bewertungsliste für jeden DeLorean mindestens eine halbe Stunde Zeit benötigen würden. Das wären bei ca. 20 Autos insgesamt 10 Stunden, daher entschlossen wir uns, nur die Bewertungen "Fahrzeugzustand Aussen" und "Innenraum" durchzuführen. Die Punkte "Funktion der Fahrzeugkomponenten" und "Motor" wurden aus Zeitgründen gestrichen. Die eigenen Autos der Wertungsrichter und umgebaute DeLoreans wurden nicht bewertet, ebenfalls einige Autos, die wir durch An- und Abfahrten zum Museumsgelände verpasst haben.

Bei der Besichtigung stellte sich heraus, das die meisten unserer "Edelstahlspülen" trotz ihres Alters von mittlerweile fast 17 Jahren in einem sehr guten Pflegezustand sind. Als Hauptursache für Abwertungen stellte sich die schwarze Heckajalousie, die Motorraumabdeckung und die lackierten Fascias hinten und vorne heraus. Auch die Glasscheiben der Autos, besonders natürlich die "Power-Windows" waren häufig durch Steinschlag oder Gebrauch angekratzt. Bei vielen der bewerteten Autos waren auch -machmal erst auf den zweiten Blick- kleine Dellen und Riefen im Edelstahl zu finden. Auch die meisten Originalfelgen zeigen mittlerweile Riefen oder Kratzer, die wahrscheinlich von Bordsteinberührungen stammen.

Beim Innenraum stellte unsere Bewertungskommission einen hohen Pflege- und Erhaltungszustand fest, unsere DeLoreans werden sicher einige Arbeitsplätze in der Pflegemittelindustrie erhalten. Kritikpunkte waren hier teilweise Gummidichtleisten, Teppichboden, Stoffbespannung und Zustand der Sitze.

Die Bewertungsbögen wurden nachmittags im Hotelzimmer ausgewertet und das Ergebnis Abends beim gemeinsamen Abendessen verkündet. Der im Vorfeld hoch gehandelte Favorit Heiko Schwab erreichte mit nur einem halben Punkt Rückstand den zweiten Platz. Überraschungssieger wurde Theo Sparreboom aus den Niederlanden, wobei wir festgestellt haben, das sich beide DeLoreans in fast gleichem "neuwertigem" Zustand befinden. Der erste Preis (ein DeLorean-Modell aus Glas -handmade-) war leider zum Treffen noch nicht fertig, zwischenzeitlich ist der Preis per Post unterwegs.

Hier die "Rangliste" der Wertungskomission:

 Besitzer

Zustand/Optik Außen
(max. 40 Punkte)

Zustand/Optik Innen
(max. 30 Punkte)

Gesamt
(max. 70 Punkte)

 Theo Sparreboom

38,0

27,0

65,0

 Heiko Schwab

36,5

28,0

64,5

 Adrian Roth

33,0

28,0

61,0

 Gerhard Schlimm

31,0

28,0

59,0

 Frank Lommen

31,0

26,0

57,0

 Markus Gunkel

29,0

28,0

57,0

 Mike Höwedes

28,0

27,5

55,5

 Michael Schramm

30,0

25,0

55,0

 Thilo Skursch

28,0

22,0

50,0

 Michael Salzwedel

27,0

22,5

49,5

 Reiner Pohl

27,0

22,5

48,5

 Carsten Peggau

25,0

15,0

40,0

Für die Bewertung der DeLoreans im nächsten Jahr werden wir die Bewertungsliste aufgrund der gewonnenen Erfahrungen nochmals überarbeiten und straffen. Auch die personelle Besetzung der Wertungskommission mit ein oder zwei Wertungsrichtern mehr wird sinnvoll sein. Jedenfalls ist der Anfang gemacht.

Klaus Steiner (Klaus.Steiner@t-online.de)

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