Zeitreise zum DeLorean (von Matthias Melcher)

Wie so viele andere sah ich den D' das erste mal in "Zurueck in die Zukunft". Die Form der Karosserie gefiel mir recht gut, aber viel interessanter war der Satz von Doc Brown: "Es ist der einzige Wagen fuer eine Zeitmaschine, weil er aus Edelstahl ist" (Naja, oder so aehnlich). Zu gleichen Zeit rostete mein Studentengolf froehlich vor sich hin und ich traeumte von einem Edelstahlauto - flach, schoen, gut, ohne grosse Loecher.

Ein Jahr spaeter, ich fuhr in Aachen eine Parkhausrampe hinauf, kam mir ein flaches breites wunderschoenes etwas entgegen. Zehn Sekunden vieleicht, und ich war endgueltig verliebt. Ich liess meinen Golf mitten auf der Rampe stehen und versuchte, einen zweiten Blick zu erhaschen, aber der D' war weg.

Zeitsprung. Zehn Jahre spaeter, 1995. Mein erster Tag in Los Angeles, Kalifornien. Ich hatte meine Job in Koeln aufgegeben und wollte Abenteuer pur. Noch hatte ich weder Visum noch Arbeit oder Wohnung. Der Freund, bei dem ich damals Wohnen durfte, sagte schon am ersten abend: "OK, jetzt bist Du in L.A. . Das erste was Du brauchst ist ein Auto. Was soll es denn sein?"

"Ach, hmmm, eine Corvette, ein Ferrari, Lamborghini? Porsche 911? oder ein Lotus, ein DeLorean waere nicht schlecht" alberte ich mit ein wenig Sarkasmus, denn ich hatte zwar ein Startkapital, aber mehr als ein Golf sollte es nicht werden. Aber diese Art Humor funktioniert nicht in den Staaten! Mein Gastgeber nahm mich voellig ernst und ueberaschte mich am naechsten Tag mit einer Liste mit 12 gebrauchten D's aus dem Internet - und sie waren wesentlich billiger, als ich erwartet hatte.

Wir fuhren los, und der zweite Wagen den ich sah - das kribbeln von vor zehn Jahren zog sich wieder durch meinen ganzen Koerper - sollte es sein. $8000, keine einzige Beule, nur der uebliche Kleinkram war defekt.

Inzwischen lebe ich in Venice (an der Kueste von L.A.) und fahre den D' fast jeden Tag. Die Kalifornier kaum neidisch, und so bekomme ich laufend freundliche Kommentare und Zurufe. Mindestens einmal im Monat laeuft jemand mit einem $15.000 Scheck auf mich zu: "Do you sell? DO you sell?"

"SORRY, NO WAY."

Wonko (Matthias Melcher) Email: matt@khm.de

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An dieser Stelle möche ich euch mal wieder alle Auffordern mir eure Geschichten zu schicken, damit ich sie hier veröffentlichen kann. Die Geschichten geben mit Sicherheit einen schönen Einblick wie "Beziehungen" zu Klassikern wie unser DeLorean entstehen können. Gruss Michael

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