DeLorean - die wichtigsten Fragen

Im folgenden findet Ihr einem Übersicht über die am meisten gestellten Fragen zum DeLorean und der DeLorean Motor Company.

Die Geschichte im Überblick

Der DeLorean wurde in Dunmurry, Nordirland (ca. 10 km außerhalb von Belfast) von Anfang 1981 bis Ende 1982 von der DeLorean Motor Company LTD (DMC) gebaut. Es wurden ca. 9000 dieser Einzigartigen Fahrzeuge gebaut, und die meisten davon sind bis heute erhalten. Obwohl nur eine geringe Anzahl von Fahrzeugen gebaut wurde, ist die Beschaffung von Ersatzteilen (ausgenommen Karosserie und Rahmen) durch die Verwendung von Standartteilen bis heute vergleichsweise einfach.

Die einzigartigsten Details sind mit Sicherheit die Edelstahlkarosserie, die weder mit Farbe noch mit Klarlack überzogen wurde, wie auch die Flügeltüren. Dieses einzigartige Design gibt dem Wagen auch sein Futuristisches Aussehen, das dazu beitrug das ein „DeLorean" neben Michael J. Fox die Hauptrolle in der „Zurück in die Zukunft" Trilogie spielt.

Es gibt viele Geschichten und Gerüchte über die Schließung der DeLorean Motor Company und den Drogendeal in den man den Firmengründer John Z. DeLorean verwickelt hatte. Leider ist nur weniges davon wahr. Sichtbar ist das auch daran, daß John DeLorean nur 10 Tage in Untersuchungshaft verbracht hat, und danach im laufe der Zeit von allen Anklagepunkten Freigesprochen wurde.

Wann wurde der erste Prototyp gebaut

Der erste Prototyp des „DSV" (DeLorean Safety Vehicle) wie die Projektbezeichnung ursprünglich lautete wurde 1975 gebaut. Das Chassis dieses Prototyps sollte eigentlich nach dem sogenannten „ERM" Verfahren hergestellt werden, dies war aber zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. So wurde das Chassis auf Glasfaserverstärktem Kunststoff aufgebaut und mit einem zweigeteilten Rahmen versehen. Auch der ursprünglich favorisierte Citroen Wankelmotor kam nicht zum Einsatz, sondern ein Standart 4-Zylinder mit 100 PS.

Welche Rolle spielte LOTUS

Die eigentliche Entwicklung des Serien „DeLorean" übernahm die Englische Sportwagenschmiede „Lotus". Die Entwicklungskosten hierfür lagen bei 12.5 Millionen Dollar. Lotus machte es sich einfach, und übernahm das Antriebs und Rahmenkonzept des „Elan". Mit dem 1975 Ursprünglich von der DeLorean Motor Company entwickelten Prototyp hatte das Fahrzeug nicht viel gemeinsam. Auch die Karosserie wurde nochmals überarbeitet.

Woher kam das Karosseriedesign

Für die Karosserie war der Italienische Designer Giugiaro und seine Designfirma Italdesign zuständig. Dieser prägte das äußere des DeLorean im sogenannten „Faltpapierdesign" das im Karosseriebau zum Wahrzeichen der siebziger Jahre wurde. Derselbe Designer zeichnete auch u.a. den Lotus Esprit, oder den BMW M1.

Wo war der Firmensitz und das Herstellungsland

Die Fahrzeuge wurden in einer Fabrik in Dunmurry, Nordirland nur 10 Kilometer von Belfast gebaut. Die Fabrik selbst wurde von der DeLorean Motor Company in weniger als zwei Jahren gebaut und Ende 1980 fertiggestellt, zu diesem Zeitpunkt galt die Fabrik als eine der modernsten der Welt. Als Lage wählte man die Mitte zwischen den Protestantischen und Katholischen Gebieten. Der Hauptsitz der DeLorean Motor Co. lag in New York. Außerdem gab es in den USA auch zwei sogenannte „Quality Assurance Center (QAC)" die als Auslieferungszentren fungierten, und die Fahrzeuge nochmals überprüften und an die Händler weiterleiteten.

Die Türen

Die Bauart der Türen wird allgemeinen „Flügeltür" benannt, bekannt wurde diese Bauart durch den Mercedes 300SL, dieser war das erste Serienfahrzeug mit solchen Türen. Im Rahmen von Serienfahrzeugen besitzt außer Mercedes und DeLorean und noch der „Bricklin" Flügeltüren, dort werden die Türen allerdings pneumatisch mit einem kleinen Kompressor betrieben so das sich die Türen auf Knopfdruck öffnen. Die Bauart der „Flügeltüren" unterscheidet man auch von den weiter verbreiteten „Springmessertüren" wie sie z. b. bei „Lamborghini" und einigen anderen Sportwagenherstellern verwendet werden.

Das öffnen der DeLorean „Flügeltüren" wird von einem Kryogenischen Torsionsstab (entwickelt von Grumman Aerospace, Long Island, NY) und von Gasdruckfeder unterstützt. So ergibt sich bis auf die Gasdruckfedern ein Wartungsfreier Türmechanismus.

Die Modellbezeichnung

Im allgemeinen bezeichnet man den „DeLorean" auch als „DMC-12" welches aber eigentlich keine Offizielle Modellbezeichnung darstellt, sondern den Fabrikinternen Projektcode. Eine offizielle Modellbezeichnung für das Fahrzeug gab es nicht, es war eben ein „DeLorean". Der Projektcode entstand durch das Preissegment in dem das Fahrzeug ursprünglich plaziert werden sollte, nämlich im 12.000 Dollar Segment als Konkurrenz zur „Corvette"

Die Schließung der Fabrik

Die DeLorean Motor Company LTD wurde Ende 1982 geschlossen. Um die Schließung der Fabrik gibt es viele Gerüchte und Spekulationen. Natürlich wurden diese Spekulationen von einigen Tatsachen unterstützt, wie z. b. die Inhaftierung von John Z. DeLorean in den USA und die gleichzeitige Schließung der Fabrik in Dunmmury durch die englischen Behörden. Vieles stellte sich später als sehr merkwürdig heraus, unter anderem die Versenkung der Pressformen der Edelstahlkarosserie im Atlantik unter Aufsicht der englischen Behörden. Diese Aktion sollte gewährleisten das eine Wiederaufnahme der Produktion, möglicherweise in einem anderen Land unmöglich wird.

Wo kann ich einen DeLorean kaufen

Wenn man weiß wo man schauen muß sind DeLorean Fahrzeug nicht schwer zu finden. Auf den Anzeigenseiten verschiedener Fachzeitschriften z.B. „auto motor und sport", „Motor Klassik" und „Oldtimer Markt" dürfte man sicher fündig werden. Auch dem DeLorean Club und der DeLorean Site sind immer wieder Fahrzeuge bekannt die auf einen Käufer warten. Auch Christoph Wirz aus der Schweiz bietet immer mal wieder einen DeLorean zum Verkauf an. Natürlich besteht auch noch immer die Möglichkeit sich einen DeLorean aus den USA zu importieren.

Wie unterscheidet man die Modelljahre

Die Unterschiede zwischen den verschieden Modelljahren sind sehr gering. Am besten Unterscheidet man die Fahrzeuge an ihrer Kofferraumklappe (vorne). Der 81er Jahrgang besitzt Sicken in der Haube sowie eine Tankdeckelklappe. Das Modelljahr 82 besitzt zwar immer noch die Sicken in der Haube, jedoch fehlt die Tankdeckelklappe. Beim 83er Modelljahr findet man weder Sicken noch die Tankdeckelklappe dafür aber einen „DeLorean" Schriftzug auf der Fahrerseite der Haube. Außerdem besitzt das 83er Modelljahr eine geänderte Auspuffanlage, an deren Endrohren sich Blenden mit schrägem Abschnitt befinden.

Außer diesen optischen Unterschieden gibt es noch einige Technische Änderungen die im lauf der Zeit mit in die Produktion eingeflossen sind. Diese Änderungen werden in den „Service Bulletins" beschrieben, aber auch im Ersatzteile Handbuch kann man sie erkennen.

Wie hoch war der Original Verkaufspreis

Der Original Verkaufspreis variierte durch den Einfluß von Steuern und Zoll etwas. Die Unverbindliche Preisempfehlung lag bei 25.000 Dollar (25.650 Dollar mit Automatikgetriebe), zuzüglich kamen 600 Dollar Überführungskosten (QAC). Damit lag der „DeLorean" in der gleichen Preisregion eines Ferrari 308. Die späten Fahrzeuge des 83er Modelljahres wurden bis zu 34.000 Dollar und mehr angeboten.

Fakten zur Fahrzeugtechnik

Woher kommen Motor und Getriebe

Beim Motor des DeLorean handelt es sich um den sogenannten PRV6 „Euromotor", der von Peugeot, Renault und Volvo gemeinsam entwickelt wurde. Bekannt wurde Sechszylinder Motor wohl durch den Einsatz im Renault Alpine sowie dem Renault 25 und 30 TX. Auch bei Volvo war das dort als B28F bezeichnete Aluminium Aggregat lange Zeit im Einsatz. Die DeLorean Version besitzt einige Modifikationen zum Standart PRV die aber zum Großteil damit zusammenhängen das der Motor ins Fahrzeug paßt.

Beide im DeLorean eingesetzten Getriebe stammen von Renault. Das 5gang Schaltgetriebe stammt aus den „Alpine", und das 3gang Automatikgetriebe fand im R25 Verwendung.

Aus was besteht die Karosserie

Die Karosserie besteht aus gebürstetem Edelstahl „SS304". Dieser Edelstahl ist Lebensmittelecht und wird wegen seiner Eigenschaften auch zur Herstellung von z.b. Küchenspülen benutzt. Die Karosserie wurde nicht Lackiert, auch Klarlack wurde nicht verwendet.

Diese äußere Karosserieschicht nennt man auch Edelstahlbeplankung, da darunter der eigentliche „Karosseriekörper" (Body) sitzt. Dieser „Body" besteht aus Glasfaserverstärktem Kunststoff und wurde nach dem Lotus „VARI" Verfahren hergestellt.

Der Rahmen (Fahrgestell) besteht nicht aus Edelstahl, wurde aber zur Versiegelung in Epoxy getaucht.

Das Fahrzeuggewicht und die Gewichtsverteilung

Da das Auto aus einer Edelstahlbeplankten Kunststoffkarosserie besteht, ist das Gewicht auch nicht höher als bei anderen Autos.

Das genaue Gewicht beträgt Vollgetankt 1232,73 kg, die Gewichtsverteilung liegt bei 35% vorne und 65% hinten.

Zwischen welchen Ausstattungen konnte man wählen

Die Autos waren lieferbar mit 5gang Schaltgetriebe oder mit 3gang Automatik. Bei der Innenausstattung konnte man zwischen Schwarz und Grau wählen. Andere Optionen gab es ab Werk nicht.

Es gab auch eine Sonderserie mit 24 Karat Gold beschichteten Karosseriebeplankung. Diese Fahrzeuge waren teil einer American Express Werbeaktion. Man konnte die Fahrzeuge aus dem American Express Weihnachtskatalog mit seiner Kreditkarte bestellen. Zwei Autos wurden so Verkauft (Standplatz heute: Reno National Automuseum und Snyder Bank /Texas), der letzte gebaute DeLorean war ebenfalls „Gold".

Welches Bremssystem wurde benutzt

Der DeLorean benutzt ein Bremskraftverstärktes 4 Scheibenbremssystem von Girling. Die Bremsscheiben selbst sind noch nicht Innenbelüftet.

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