Kaufberatung für den DeLorean DMC-12

7. Ausstattung

In einigen Dingen war die Originalausstattung des Fahrzeugs schon bei seiner Vorstellung bei weiten nicht Spitzenklasse. In anderen Fällen mußte die Originalausstattung gesetzlichen Vorschriften genügen, die entweder heute auch in den USA überhol sind (z.B. Maximalgeschwindigkeitsanzeige des Tachometers) oder sie in Deutschland nicht unbedingt anwendbar sind (z.B. Standarthöhe der Stoßstangen). Andere Veränderungen am Fahrzeug wird jeder einzelne, aus persönlichen Gründen individuell vornehmen wollen. Nachfolgend ein Anzahl von Vorschlagen, bei denen aber jeder selbst abwägen sollte inwieweit dies dem Sammlerwert schadet. Wenn möglich dann die umbauten so vornehmen das man sie jederzeit Rückgängig machen kann.

Tachometer

Zwischen 1978 und 1984 durften in den USA verkaufte Fahrzeuge nur Tachometer besitzen, die keine höhere Geschwindigkeit als 85 mph (ca. 136 km/h) anzeigen konnten. Um diesen Mangel beim DMC-12 abzuhelfen, kann man seinem Tachometer umrüsten lassen, oder einen neuen Einbauen. Beide Möglichkeiten funktionieren Tadellos.

Chassis tiefer legen

Aufgrund der in den USA vorgeschriebenen Stoßstangenhöhe wurde das Fahrzeug vom Hersteller in letzter Minute höher gelegt. Im Lauf der Jahre haben sich zwei Methoden herausgestellt, das Fahrzeug wieder tiefer zu legen: durch Austausch und Abschneiden der vorderen und hinteren Federn (wurde in den USA favorisiert, dilettantischer geht es kaum), oder durch einen neuen Federnsatz.

Beim Federnabschneiden werden die vorderen Federn einfach hinten eingebaut, und die hinteren Federn erst abgeschnitten und dann vorne eingebaut. Dadurch daß die Gewichtsverteilung beim DMC-12 aber ca. 35/65% zwischen vorne und hinten ist, sind die so mißbrauchten Federn ihrer jeweiligen Last in keinster Weise angepaßt, und das Fahrzeug fährt sich entsprechend schlecht, wobei besonders die sehr harte Vorderachse stört.

Der Federsatz der im Handel angeboten wird, geht auf die ursprünglichen Federn von Lotus zurück. Hierbei handelt es sich dabei eindeutig um eine bessere Lösung, besonders da häufiges Durchschlagen der Aufhängung wie bei den abgeschnittenen Federn nicht zu befürchten ist.

Bessere Kupplung

Bei langer Stadtfahrt oder im Stau wirkt sich der hohe Pedaldruck auf die Beinmuskeln aus - dem ist aber mit einer anderen Andruckplatte ohne größere Schwierigkeiten Abhilfe zu schaffen. Diese Andruckplatte braucht weniger Pedaldruck und hält selbst bei hohen Drehzahlen und Drehmomenten wie sie in Turbomotoren autreten, ohne irgendwelchen Schlupf.

Radio ersetzten

Das Orginalradio sitzt noch in einem Schacht der alten Norm (mit den Drehknöpfen rechts und links). Wer das Radio austauschen möchte muß das A/C Panel aussägen um einen DIN Einbauschacht herzustellen. Wer dies tut sollte mit dem Sammlerwertverlust rechnen, oder sich ein zweites A/C Panel besorgen um den Umbau wieder rückgängig machen zu können.

Sitze ersetzen

Die serienmäßigen „Ledersitze" sind relativ glatt und geben keinerlei seitlichen Halt. Sie bedürfen regelmäßiger Pflege, und viele Fahrer stimmen überein, daß sie nicht besonders ergonomisch geformt sind.

Nach vielem Suchen hat sich herausgestellt, daß der Recaro JFC mit elektrisch verstellbarer Rückenlehne nicht nur perfekt in den schmalen zur Verfügung stehenden Raum paßt, sondern daß man die Schalter für die Betätigung der Rückenlehne durch die Schalter, die im DeLorean für die Fensterheber benutzt werden, einfach ersetzten kann: nicht nur der Stecker paßt direkt auf den DeLorean Schalter, auch die Beschaltung der Kontakte stimmt. Da in der Mittelkonsole noch zwei Blindstellen für zusätzliche Schalter sind, ist das die perfekte Kombination. Die Recaro Sitze geben hervorragend halt (auch in Leder) und ihre Form ist bedeutend besser als die Orginalsitze. Zum Einbau benötigt man zwei Adapter aus Flachstahl, die man selbst anfertigen muß, um den unterschiedlichen Abstand der Befestigungslöcher auszugleichen (es sein denn, man bohrt in den Fahrzeugboden). Aber auch hier sei auf den Sammlerwertverlust hingewiesen.

Sonnenschutz des Innenraums

Wenn das Fahrzeug in der Sonne geparkt ist, heizt es sich sehr schnell auf, worunter besonders Sitze und Armaturenbrett leiden. Hier gibt verschieden Abdeckungen und Schoner für Armaturenbrett und Sitze deren Anschaffung man in Erwägung ziehen sollte. Um den Innenraum vor Beschädigung durch Sonneneinstrahlung zu schützen.

Turbolader

Verschiedene Hersteller bieten Turbosysteme an, mit einzelnen als auch mit zwei Turboladern. Meist funktionieren diese Umbauten nicht einwandfrei Ölverlust und Überhitzung sind meist nach kurzer Zeit an der Tagesordnung. Diesen Schritt sollte man sich sehr genau überlegen wenauch er sehr verlockend scheint.

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