Sporadische Elektrische Probleme beim DeLorean

Wie Doc Brown schon sagte: „Das Ding läuft nicht mit Atomkraft, sondern funktioniert Elektrisch". Und eben diese Elektrik ist das Hauptproblem beim DMC-12. Von einem kraftlosen Anlasser über dunkles Fahrtlicht bis hin zu sporadisch zuckenden Armaturen ist hier alles vertreten. Probleme mit diesem Thema hatten die Wagen schon ab Werk. Es ist bekannt das die ersten in die USA gelieferten Wagen diesbezüglich eine Katastrophe waren, die Empfangsmannschaft bekam die Wagen kaum vom Schiff. Alle Wagen waren abgeschlossen und hatten leere Batterien ( bei der ersten Serie funktionierte die Schließanlage, nur wenn auch Strom vorhanden war).

Die unterdimensionierte Ducellier Lichtmaschine war schnell als potentielle Fehlerquelle erkannt und wurde ab VIN 4539 durch eine kräftigere und zuverlässigeren Motorola Generator ersetzt. Aber weiterhin sind elektrische Probleme sehr häufig beim DeLorean. Eine der häufigsten Fehlerquellen sind schlechte Masseverbindungen.

Der Minuspol der Batterie ist als Masseverbindung mit dem Rahmen des Wagens verbunden. Wir erinnern uns, der DeLorean ist ein Kunstoffauto, das nur mit Edelstahl beplankt ist. Der Rahmen des Wagens bildet so den einzigen Masseleiter, alle Masseleitungen werden an verschiedenen Punkten gesammelt, und führen von dort an den Rahmen. Zwischen Rahmen und Minuspol der Batterie besteht nur diese eine Verbindung, so hängen also alle Masseverbindungen von einer guten Verbindung zwischen Rahmen und Batterieminuspol ab.

Eine schlechte Masseverbindung erkennt man an verschiedenen Symptomen, unter anderem daran, das der Starter schwach durch zieht ( wie bei einer leeren Batterie ), langsame oder gar schlechte Batterieladung, sporadisches Instrumentenzucken, stark schwankende Werte auf der Voltanzeige und merkwürdiges Verhalten sonstiges Stomverbraucher wie z.B. Zentralverriegelung , Kühlergebläsemotoren und sporadische erlischen des Fahrtlichtes, besonders bei nassem Wetter.

Die Masseverbindung tendiert dazu zu korrodieren, da ein relativ hoher Strom hindurchfließen muß (Elektrokorossion), das gilt für beide Kontaktpunkte. Batterieminus liegt geschützt im Innenraum und ist daher meist nur schwach korrodiert, ganz anders sieht das am Rahmen aus. Dort liegt die Verbindung im Freien und ist meist „total" korrodiert. Wenn diese Verbindung korrodiert ist, besteht eine sehr schlechte Verbindung zwischen Batterie und Endverbraucher, da die Korrossionsstelle wie ein Leitungswiderstand mit ständig wechselndem Wert wirkt. Und dies wirkt sich auf die komplette Bordelektronik aus.

Die Masseverbindung befindet sich am Rahmen auf der Beifahrerseite in der nähe des hinteren Achsschenkels (trailing arm) an dem das Hinterrad aufgehängt ist. Eigentlich sollte diese Verbindung durch einen Spritzschutz verdeckt sein, allerdings fehlt dieser bei vielen Wagen und so kann man die Verbindung vom der rechten Radkasten aus meist gut sehen. Man erkennt sie an dem dicken schwarzen Kabel das durch die Kunstoffkarosserie an eine Schraubverbindung am Rahmen führt. Diese Verbindung sollte man lösen, und die Kabelöse oder gegebenenfalls das ganze Kabel ersetzten. Die Verschraubungsstelle am Rahmen sollte man mit einer Stahlbürste oder besser mit einem Stahlbürtstenvorsatz einer Bohrmaschine säubern (nicht zuviel den der Rahmen besteht nicht aus Edelstahl und kann rosten). Danach sollte man die Verbindung mit Batteriekontaktfett einschmieren und wieder zusammenschrauben. Batteriekontaktfett bekommt man im Zubehörhandel. Zum Abschluß sollte man die Verbindung am Minuspol der Batterie ebenfalls reinigen und ebenfalls mit Batteriekontaktfett einschmieren. Keinesfalls sollte man die Verbindungen mit den üblichen Kontaktsprays einsprühen um sich die Arbeit zu sparen, auf eine Verbesserung wird man hier nämlich vergeblich warten.

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