Giugiaro die beste Adresse für Sportwagen



Italdesign und Giugiaro wurden mit Supersportwagen weltberühmt, denn für Giorgetto Giugiaro und seine Designfirma Italdesign gibt es in den 70er-Jahren nichts älteres als die Designstudie von gestern.

Boomerang
Eine der aufregendsten Kreationen Giorgetto Giugiaros. Der Maserati Boomerang von 1972.

1970 gelingt Italdesign mit einer völlig neuen Stilrichtung im Autodesign der große Durchbruch. Giugiaro kreiert eine Keilform mit harten Kanten und glatten Flächen. Dieser ,Faltpapier-Look wird zur bestimmenden Stilrichtung der 70er Jahre. Moderne Autos sehen nun aus, als hätte man sie aus Faltpapier-Bastelbögen zusammengepackt. Damit formuliert Italdesign eine radikale Absage an die rundliche Formensprache der zurückliegenden Jahrzehnte. Was in den Sportwagenstudien VW-Porsche 914/6 ,,Tapiro" und Maserati ,,Boomerang" zur Welt kommt, prägte in den nächsten Jahren in abgeschwächter Form nicht nur Sportwagen wie Lotus Esprit oder den DeLorean prägen. Neben Coupés wie Alfetta GT; Alfasud Sprint und VW Scirocco adaptiert Italdesign seine Faltpapier-Keilform auch für Kompaktwagen wie VW Golf und Lancia Delta und für so stattliche Limousinen wie den Maserati Quattroporte.

Die spektakulären Supersportwagen Designs, die Giorgetto Giugiaro zu seiner großartigen Karriere bei Bertone und Ghia verhalfen und danach den makellosen Ruf von Italdesign begründeten begeisterten auch John Z. DeLorean.

Dieser beauftrage Italdesign mit der Gestaltung des DMC-12, dessen Design später nahezu unverändert in Serie ging und von dem in den Jahren 1981 und 82 in Nordirland ca. 9000 Exemplare gebaut wurden. Der schlanken ruhig-eleganten Linie sieht man auf den ersten Blick gar nicht an, dass der V6-Euromotor nicht vorne im Bug steckt, sondern hinter der Hinterachse hängt.

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Der Italdesign DeLorean DMC-12 Prototyp. Er befindet sich heute im Werksmuseum in Turin.

Der DeLorean ist ein echter Eyecatcher. Da sind einmal seine Proportionen, die ihn flach und breit und schlank wie einen Leguan durch die bodennahen Luftschichten huschen lassen. Dann ist da seine Haut aus unlackiertem, rostfreiem Edelstahl. Und dann sind da noch Flügeltüren, wie es sie seit dem Mercedes 300 SL aus den 50er-Jahren nicht mehr gegeben hat. Die letzten beiden Gimmicks gehen mehr auf das Konto des extrovertierten John Z. DeLorean als auf das Konto von Giorgetto Giugiaro.

Hintergrund


Das deutschsprachige Original.
Faszination pur seit 1996.
Die Automobil-Designschmiede Italdesign des Altmeisters Giorgetto Giugiaro wurde 2010 von VW gekauft und in den Volkswagen Konzern eingegliedert.

Italdesign mit Sitz in Mocalieri bei Turin war seit der Gründung 1968 in Familienbesitz. In diesen 42 Jahren schuf Giugiaro mit seinen charakteristischen geradlinigen Entwürfen nicht nur legendäre Prototypen und Sportwagen. Italdesign lieferte Entwürfe für viele große Automobilkonzerne wie BMW, GM, Fiat und VW.

Für Volkswagen entwarf Italdesign unter anderem die großen Klassiker Golf, Scirocco und Passat.

www.italdesign.it
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