Die am häufigsten gestellten Fragen


Hier eine Zusammenstellung der bisher am häufigsten gestellten Fragen zum DeLorean und der Original DeLorean Motor Company.

  • Aus welchem Material besteht die Karosserie?
    Die Karosserie besteht aus gebürstetem Edelstahl „SS304". Dieser Edelstahl ist lebensmittelecht und wird wegen seiner Eigenschaften auch zur Herstellung von z.B. Küchenspülen benutzt. Die Karosserie wurde nicht lackiert, auch Klarlack wurde nicht verwendet. Diese äußere Karosserieschicht ist eine Edelstahl-Beplankung, darunter befindet sich der eigentliche Karosseriekörper (Body). Der Body besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff und wurde nach dem Lotus VARI Verfahren hergestellt. Die Karosserie ist nicht selbsttragend, sondern besitzt einen Rahmen (Fahrgestell) aus Fahrzeugstahl, der zur Versiegelung in ein Epoxyd-Harz getaucht wurde. Die Herstellung der Edelstahl-Teile übernahm die im Automotive-Zulieferbereich bekannte deutsche Firma Läpple, die auch die entsprechende Technologie entwickelte.
  • Wann wurde der erste Prototyp gebaut?
    Der erste Prototyp des DSV (DeLorean Safety Vehicle), wie die Projektbezeichnung ursprünglich lautete wurde, 1975 gebaut. Das Chassis dieses Prototyps sollte eigentlich nach dem so genannten ERM Verfahren hergestellt werden, dies war aber zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. So wurde das Chassis auf glasfaserverstärktem Kunststoff aufgebaut und mit einem zweigeteilten Rahmen versehen. Auch der ursprünglich favorisierte Citroen-Wankelmotor kam nicht zum Einsatz, sondern ein Standard 4-Zylinder mit 100 PS.
  • Welche Rolle spielte LOTUS?
    Die Entwicklung des Serienfahrzeugs übernahm die englische Sportwagenschmiede LOTUS. Die Entwicklungskosten hierfür lagen bei ca. 12,5 Millionen Dollar. LOTUS übernahm das Antriebs- und Rahmenkonzept des Elan bzw. Esprit. Mit dem 1975 ursprünglich von der DeLorean Motor Company entwickelten Prototyp hatte dieses Fahrzeug nicht mehr viel gemeinsam.
  • Woher kam das Karosseriedesign?
    Für das Design der Karosserie war der Italienische Designer Giugiaro und seine Designfirma Italdesign zuständig. Dieser prägte das Äußere des DeLorean im so genannten Faltpapier-Design, das im Karosseriebau zum Wahrzeichen der siebziger Jahre wurde. Derselbe Designer zeichnete u.a. den Lotus Esprit, oder den BMW M1.
  • Wo wurde der Wagen hergestellt und wo war der Firmensitz?
    Die Fahrzeuge wurden in einer Fabrik in Dunmurry, Nordirland nur 10 Kilometer von Belfast gebaut. Die Fabrik selbst wurde von der DeLorean Motor Company in weniger als zwei Jahren gebaut und Ende 1980 fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt galt die Fabrik als eine der modernsten der Welt. Deshalb wurde die Fabrik in Fachkreisen auch als "Star Wars" Assembly Line bezeichnet. Als Lage wählte man die Mitte zwischen den protestantischen und katholischen Gebieten. Der Firmenzentrale der DeLorean Motor Co. lag in New York in den USA. Außerdem gab es in den USA auch zwei so genannte „Quality Assurance Center (QAC)", die als Auslieferungszentren fungierten, bevor die Fahrzeuge an die Händler weitergeleitet wurden.
  • Wie funktionieren die Türen?
    Das besondere an den DeLorean Flügeltüren ist der Öffnungsmechanismus. Dieser wird von einem kryogenischen Torsionsstab (entwickelt von Grumman Aerospace, Long Island, NY) und einer Gasdruckfeder unterstützt. Die schwere Tür lässt sich so mit nur einem Finger öffnen.

    Die Bauart der Türen wird im allgemeinen „Flügeltür" genannt. Bekannt wurde diese Bauart durch den Mercedes 300SL, dieser war das erste Serienfahrzeug mit solchen Türen. Im Rahmen von Serienfahrzeugen besitzt außer dem Mercedes und dem DeLorean nur noch der Bricklin Flügeltüren, in diesem werden die Türen allerdings pneumatisch mit einem kleinen Kompressor betrieben, so dass sich dort die Türen auf Knopfdruck öffnen. Aus Kosten- und Sicherheitsgründen baute bisher kein weiterer Hersteller Flügeltüren. Im neuen Mercedes SLS hat Daimler die Tradition der Flügeltüren wiederbelebt.

    Die Bauart der „Flügeltüren" unterscheidet man von den weiter verbreiteten „Springmessertüren" wie sie z. B. bei Lamborghini und einigen anderen Sportwagenherstellern verwendet werden.

  • Was bedeutet die Modellbezeichnung?
    Häufig wird der DeLorean als DMC-12 bezeichnet. Dies war allerdings nie eine offizielle Modellbezeichnung, sondern ein fabrikinterner Projektcode. Eine offizielle Modellbezeichnung für das Fahrzeug gab es nicht, es war eben der „DeLorean". Ein Verkaufsprospekt spricht auch vom "DeLorean Sports Car". Der Projektcode entstand durch das Preissegment in dem das Fahrzeug ursprünglich platziert werden sollte, nämlich im 12.000 Dollar Segment als Konkurrenz zur Corvette. Daraus leitete man den Projektcode DMC-12000 ab. Am Reserverad kann man noch heute diesen Projektcode finden. Später wurde dieser auf DMC-12 gekürzt.
  • Was geschah bei der Schließung der Fabrik?
    Die DeLorean Motor Company LTD wurde im Dezember 1982 geschlossen. Um die Schließung der Fabrik gab es viele Gerüchte und Spekulationen. Genährt wurden diese Spekulationen durch verschiedene Tatsachen. Wie z.B. die Inhaftierung von John Z. DeLorean in den USA wegen des Verdachts auf Drogenhandels, und die gleichzeitige Schließung der Fabrik in Dunmurry durch die englischen Behörden. Genauso wie die Versenkung der Pressformen der Edelstahlkarosserie im Atlantik im Auftrag der englischen Behörden. Angeblich sollte diese Aktion gewährleisten, dass eine Wiederaufnahme der Produktion, möglicherweise in einem anderen Land, unmöglich wird.
  • Wo kann ich einen DeLorean kaufen?
    Zuerst sollte man sich die Frage stellen woher man den Wagen beziehen will. Darf es ein Fahrzeug nur aus dem Inland sein, oder darf es auch ein Import aus dem Ausland, möglicherweise auch den USA, sein. Eine gute Quelle um einen Wagen in Deutschland zu finden ist diese Website. Für ganz Europa und die USA bieten sich die entsprechenden Webpräsenzen von DMC an. Eine Auswahl von dutzenden Fahrzeugen sollte man, selbstverständlich natürlich nirgendwo erwarten.
  • Gab es unterschiedliche Modelle?
    Nein, aber es gibt eine Unterscheidung des einen Modells in unterschiedliche Modelljahre. Die Unterschiede ergaben sich aus der Modellpflege und fallen dem Laien auf den ersten Blick sicher nicht auf. Den offensichtlichsten Unterschied erkennt man an der Kofferraumklappe (vorn). Der 81er Jahrgang besitzt Sicken in der Haube sowie eine Tankdeckelklappe. Das Modelljahr 82 besitzt zwar immer noch die Sicken in der Haube, jedoch fehlt die Tankdeckelklappe. Beim 83er Modelljahr findet man weder Sicken noch die Tankdeckelklappe dafür aber einen DeLorean-Schriftzug auf der Fahrerseite der Haube. Desweiteren besitzt das 83er Modelljahr eine geänderte Auspuffanlage, an deren Endrohren sich Blenden mit schrägem Abschnitt befinden. Neben diesen optischen Unterschieden gibt es noch einige weitere technische Änderungen die im Laufe der Zeit mit in die Produktion eingeflossen sind. Diese Änderungen werden in den Service Bulletins beschrieben, auch im Ersatzteile-Handbuch kann man sie erkennen.
  • Zwischen welchen Ausstattungen konnte man wählen?
    Die Autos waren lieferbar mit 5-Gang Schaltgetriebe oder mit 3-Gang Automatik. Bei der Innenausstattung konnte man später zwischen schwarzem und grauem Leder wählen wählen. Andere Optionen gab es ab Werk nicht.

    Ausserdem gab es eine Sonderserie mit einer 24 Karat Gold beschichteten Karosserie-Beplankung und brauner Innenausstattung. Diese Fahrzeuge waren Teil einer American Express Werbeaktion. Man konnte die Fahrzeuge aus dem American Express Weihnachtskatalog nur mit seiner Goldcard bestellen. Zwei Autos wurden verkauft (Standplatz heute: Reno National Automuseum und Peterson Automobil Museum, LA). Der letzte gebaute DeLorean war ebenfalls ein Gold Car. Er wurde aus verbliebenen, für die ersten beiden Fahrzeuge, hergestellten Ersatzteile zusammengebaut.
  • Wie hoch war der Original Verkaufspreis?
    Der Original Verkaufspreis variierte durch den Einfluss von Steuern und Zoll. Die Unverbindliche Preisempfehlung lag bei 25.000 Dollar (25.650 Dollar mit Automatikgetriebe), zuzüglich kamen 600 Dollar Überführungskosten (QAC). Damit lag der DeLorean in der gleichen Preisregion eines Ferrari 308. Die späten Fahrzeuge des 83er Modelljahres wurden bis zu 34.000 Dollar und mehr angeboten.
  • Woher kommen Motor und Getriebe?
    Bei Motor und Getriebe bediente man sich aus dem Großserienregal. Beim Motor des DeLorean handelt es sich um den so genannten PRV6 „Euromotor", der von Peugeot, Renault und Volvo gemeinsam entwickelt wurde. Bekannt wurde der Sechszylinder Motor unter anderem durch den Einsatz im Renault Alpine. Auch bei Volvo war das dort als B28F bezeichnete Aluminium Aggregat lange Zeit in den verschiedensten Modellen im Einsatz. Die DeLorean Konfiguration ist nicht identisch mit der in einem anderen Fahrzeug. Beide im DeLorean eingesetzten Getriebe basieren auf Renault Getrieben.
  • Welches Bremssystem wurde benutzt?
    Im DeLorean kommt ein 4-Scheiben Bremssystem ohne Innenbelüftung mit Bremskraftverstärker von Girling zum Einsatz.
  • Was wiegt der Wagen und wie ist die Gewichtsverteilung?
    Das Gewicht beträgt Vollgetankt ca. 1300 kg. Die Gewichtsverteilung liegt bei 35% vorne und 65% hinten.

Euer Feedback


Das deutschsprachige Original.
Faszination pur seit 1996.

Aus dem Feedback der vergangen Jahre ist diese Zusammenstellung entstanden.

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